Datum:
17. August 2021
Lesezeit: Minuten

Was digitale Planung in der Produktion leistet

Die Produktion steht im Zentrum industrieller Wertschöpfung. Vor dem Hintergrund eines sich wandelnden Industrieumfelds triumphieren digitale Tools zur Produktionsplanung und -steuerung. Sie steigern die Transparenz, beschleunigen die Prozesskette und machen Komplexität beherrschbar. Eine neue Flexibilität liefert zudem Antworten auf zentrale Herausforderungen volatiler und wettbewerbsintensiver Märkte.

 

Production Planning

Produktionsplanung als Kernaufgabe

Unzählige Produktionsaufträge, die viele verschiedene Arbeitsgänge durchlaufen, müssen auf begrenzte, vorhandene Ressourcen verteilt werden. Nicht «irgendwie», sondern in einer intelligenten Art und Weise, unter Berücksichtigung verschiedener Rahmenbedingungen.

Strategische Planung und optimale Steuerung des Produktionsprozesses stellen am Puls der Wertschöpfung die unternehmerische Leistungsfähigkeit sicher. Die Produktionsplanung hat in einer Fabrik die zentrale Aufgabe, alle Prozesse, vom Rohteil bis zum fertigen Werkstück, bestmöglich zu organisieren. Die Produktionssteuerung stellt die Einhaltung der Planziele während des Produktionsprozesses sicher.

Strategische Produktionsplanung und -steuerung umfasst:

  • Planung der notwendigen Ressourcen
  • Produktionskapazitäts- & Mengenplanung
  • Definition von Losgrößen
  • Terminierung und Feinplanung
  • Überwachung der Produktion (Soll/Ist)

Digitale Planung macht Komplexität beherrschbar

Mit moderner Produktionsplanungssoftware lässt  sich der Weg eines jeden Werkstücks durch die Fabrik im Vorfeld der realen Produktion digital abbilden – inklusive aller Ressourcen. Die Planungstools unterstützen mit einer virtuellen Abbildung der Fertigungs- und Montageprozesse die Verantwortlichen bei zentralen Aufgaben wie beispielsweise der Personaleinsatzplanung oder der Auftragsfeinterminierung. Hier werden Simulationen bereitgestellt, mit denen die Entscheidungsfindung digital unterstützt wird. Analoge Prozesse an der Plantafel oder manuelle Aktualisierungen in Excel-Listen lassen sich eliminieren. Kritische Aspekte im Fertigungsprozess werden auf diesem Weg frühzeitig erkannt. Das verbessert die Prozesse insgesamt.

Vollständig in die Fabrikorganisation integrierte Produktionsplanungssoftware umfasst zudem ein Steuerungssystem mit einer direkten Verbindung zu allen Maschinen und Arbeitsplätzen. Anhand von Rückmeldungen vom Maschinen- oder Montagearbeitsplatz ermöglicht das die Überwachung aller anfallenden Daten und Zugriff auf wichtige Informationen in Echtzeit.

Der Fortschritt in der Produktion kann jederzeit mit der vorangegangenen Planung synchronisiert werden. Dank dieser Transparenz lässt sich im Bedarfsfall unmittelbar und gezielt auf Abweichungen reagieren. Eine Flexibilität, die in heutigen, von stetigen Veränderungen geprägten Produktionsumgebungen, zusehends wichtiger wird.

Das Zusammenspiel aus Produktionsplanungssoftware und digitaler Produktionssteuerung macht damit die Komplexität innerhalb heutiger Fabriken beherrschbar. Unternehmen steigern ihre Resilienz, können auf unvorhergesehene Planabweichungen frühzeitig reagieren. Ablesbar ist dieser Effekt aus Kennzahlen wie einer verbesserten Auslastung, weniger Überstunden und kürzere Durchlaufzeiten.

 

Digitale Planung als Wegbereiter der Industrie 4.0

Mit der Zukunftsvision einer Industrie 4.0 fest verbunden ist die zunehmende Individualisierung der Produkte (Losgröße 1). Das bedeutet eine Abkehr vom Denken und Handeln der hochproduktiven Serienfertigung, verlangt Flexibilität in Fertigung und Produktion.

In Fabriken von Morgen gilt es, nach den neuen Prinzipien der Mass Customization zu agieren – ohne an Wirtschaftlichkeit zu verlieren. Ein Zielkonflikt, den die ganzheitliche Prozessunterstützung mit digitalen Lösungen für die Produktionsplanung und -steuerung auflösen kann.

 

Lösungen ausprobieren, entscheiden und loslegen

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