Datum:
31. August 2021
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IoT im Maschinenbau: mit branchenspezifischer Plattform in die Zukunft

Das Potenzial der industriellen Digitalisierung für unternehmerischen Erfolg im Maschinenbau steht außer Frage. Hersteller von Maschinen bringen dank IoT Innovationen schneller zur Marktreife, realisieren einfach skalierbare Produkte und unterstützen Kunden bei der Anwendung dabei, zusätzlichen Mehrwert zu generieren. Maßgeblich für den Entwicklungserfolg ist ein schneller und wenig komplexer Einsatz einer IIoT Plattform. Doch welche konkreten Vorteile bietet die Technologie?

IoT im Maschinenbau

Immer mehr Plattformlösungen für den Maschinenbau verfügbar

In den vergangenen Jahren entstanden viele digitale Lösungen, die den Begriff „Plattform“ für sich beanspruchen – auch in der Industrie. Grund genug, sich zunächst mit der Definition zu beschäftigen. 

Digitale Plattformen sind Intermediäre, die mit Hilfe digitaler Technologien zwei oder mehrere Teilnehmer über eine Plattform verbinden und dadurch deren bisherige Interaktion vereinfachen oder sogar neue Interaktionen ermöglichen.

Anders als im B2C-Bereich sind B2B-Plattformen oftmals in hohem Maße auf bestimmte Einsatzgebiete oder Branchen spezialisiert. Mehrwerte generieren sie in Form von optimierten Geschäftsprozessen, Skalen- und Netzwerkeffekten sowie durch eine effiziente Nutzung von Daten.

Aufgrund der Vielzahl verfügbarer B2B-Plattformen unterscheidet der BDI (Bundesverband der Deutschen Industrie e. V. Deutsche digitale B2B-Plattformen) in:

  1. Transaktionszentrierte Plattformen
  2. Datenzentrierte Plattformen
1. Transaktionszentrierte Plattformen

Plattformen mit Transaktionsfokus zielen darauf ab, den Handel und die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen in einer gemeinsamen digitalen Umgebung zu verbessern. Klassische Beispiele sind Marktplätze (wie der ADAMOS STORE mit dem ADAMOS HUB), Beschaffungsplattformen, Supply-Chain- und Logistikplattformen sowie Kollaborationslösungen.

2. Datenzentrierte Plattformen

Datenzentrierte Plattformen haben hingegen die Aufgabe, maschinen- oder nutzergenerierte Informationen zu sammeln, zu speichern, zu verarbeiten und zu analysieren. Neben Datentransaktionsplattformen für betriebswirtschaftliche und organisatorische Zwecke fallen in diese Kategorie IIoT-Plattformen. Diese ermöglichen den Austausch und die Analyse von unternehmens- oder produktionsrelevanten Daten, speziell für Anlagen, Maschinen, Produktionsprozesse und Industrieprodukte.

Gartner definiert IIoT-Plattformen unter anderem durch ihre Fähigkeit, kostengünstig und schnell enorme Mengen an komplexen Maschinendaten von vernetzten IIoT-Endpunkten zu sammeln. Ebenso haben sie laut Gartner die Aufgabe, ehemals isolierte Datenquellen zusammenzuführen, um die Datenzugänglichkeit auch bei heterogenen Asset-Gruppen zu optimieren.

Welche Vorteile haben IIoT-Plattformen?

Im Vergleich zu branchenneutralen Unternehmensplattformen oder Marktplätzen ist eine IIoT-Plattform speziell dazu ausgelegt, die IoT-Strategie von Industrieunternehmen zu unterstützen. So kann sie mit Maschinendaten umgehen und diese in mehrerlei Hinsicht nutzen, um Mehrwert zu generieren.

Für die Daten existieren mittlerweile zahlreiche Verwendungsmöglichkeiten; so beispielsweise:

  • Überwachung von Maschinenzuständen in Echtzeit
  • Verarbeitung und Analyse von Live-Daten
  • Verarbeitung und Analyse von Daten mit großem Volumen aus einer Vielzahl von Maschinen- und Anlagen
  • Auswertungen lassen automatisierte Echtzeit-Aktionen wie Warnungen zu

 

Best Practice

Branchenspezifische, herstellerneutrale Lösung für das IoT im Maschinenbau

Die "ADAMOS IIoT-Plattform powered by Software AG“ ist eine unabhängige IoT-Plattform für das Verbinden und Verwalten von unterschiedlichsten Geräten und Anwendungen. Neben der elementaren Infrastruktur stellt die IIoT-Plattform auch die grundlegenden Funktionen für die effiziente Entwicklung und den Betrieb digitaler Services bereit. Sie bietet:

  • sofort einsetzbare Module mit umfangreichen Funktionalitäten, wie zum Beispiel Machine Learning oder API Management
  • eine nahtlose Integration der Module für eine schnelle und einfache Anwendungsentwicklung
  • die kontinuierliche Erweiterung der Module

Damit gestaltet sich der Einstieg in die Welt des IIoT deutlich einfacher als bei einer Eigenentwicklung. Die Plattform ermöglicht es Unternehmen, ihre Geräte – vom Sensor bis hin zur komplexen Anlage – in Minutenschnelle zu verbinden, um darauf aufbauend Mehrwert-Dienste zu entwickeln. Dank vorkonfigurierter Analysedienste, wie zum Beispiel der Zustandsüberwachung oder der vorausschauenden Wartung, können Services schnell umgesetzt werden.

  • Mit der ADAMOS IIoT-Plattform können Maschinenbauer ihre IoT-Projekte in kürzester Zeit realisieren.
  • Durch das auf die Branche spezialisierte Angebot sind Einstiegshürden bereits reduziert, wie z. B. die Anbindung von Geräten, Maschinen und Anlagen.
  • Maschinenbauer können sich so auf die Umsetzung ihrer digitalen Geschäftsmodelle fokussieren und ihre Innovationen schneller an den Markt bringen.
  • Die IIoT-Plattform unterstützt ein weites Spektrum an Industrieprotokollen (z. B. OPCUA, CAN-Bus, Modbus und Profibus).
  • Die IIoT-Plattform erlaubt die Anbindung von über 170 Gerätetypen per Plug & Play.

Das Thema der IIoT-Security hat hierbei hohen Stellenwert. Für Sicherheit sorgt unter anderem ein Mehrmandantenkonzept, das eine strikte Datentrennung zwischen den einzelnen Plattform-Anwenderunternehmen gewährleistet.

 

IoT im Maschinenbau: Innovative Produktentwicklung und neue Geschäftsmodelle

Weiterhin kann das IoT im Maschinenbau als „Enabler“ für neue Geschäftsmodelle bezeichnet werden. Im Trend befinden sich die Modelle „Subscription“ und „Pay-per-Use“. Hierbei werden Maschinen nicht mehr gekauft, sondern lediglich Funktionen abonniert. Kunden zahlen nur, wenn sie die Anlage tatsächlich einsetzen. Um die Funktionsfähigkeit kümmert sich der Hersteller. Dies hat Vorteile für beide Seiten. Kunden sparen sich Investitionen und vermeiden Kapitalbindung, haben aber dennoch Zugriff auf die neuesten Maschinentechnologien. Ebenso können sie flexibler auf komplexe Kundenanforderungen und veränderte Marktgegebenheiten reagieren. Die Anbieter der „Abo-Lösungen“ verkürzen hingegen die Time-to-Market bei der Einführung neuer Produkte. Zudem profitieren sie von planbaren, stabilen Einnahmen und zusätzlichen Umsatzpotenzialen durch Cross- und Up-Selling.

 

Der idealer Einstieg in das IoT im Maschinenbau

Insgesamt zeigt das Beispiel: Branchenspezifische IIoT-Plattformen mit vordefinierten, neutralen Standards unterstützen Maschinenbauer maßgeblich dabei, schneller einen Einstieg in das Internet der Dinge zu finden und seine enormen Potenziale zu erschließen. Unternehmen, die bereits eine IIoT-Plattform erfolgreich einsetzen, berichten von diesen Vorteilen: höhere Kundenzufriedenheit, stärkere Kundenbindung, zusätzliche Umsatzpotenziale, datenbasierte Optimierungsmöglichkeiten in der Produktentwicklung sowie Optionen für neue digitale Services und Geschäftsmodelle.

 

 

Von Null auf IIoT in wenigen Klicks

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