Datum:
17. Mai 2022
Lesezeit: Minuten

Remote Service & Augmented-Reality-Technologie

Remote-Lösungen stellen für Industriebetriebe einen wichtigen Bestandteil und ein großes Potenzial dar – das Zeitalter von Ferndiagnose, Remote-Access und Remote-Service ist angebrochen. Bei Problemen kann sich ein Servicetechniker in wenigen Sekunden per Fernzugriff ein Bild von der Situation machen und die Reparatur effektiv steuern. Auch bei Abnahmen und Schulungen kann eine Visualisierung der Arbeits- oder Maschinenabläufe hilfreich sein, um die internen Prozesse zu beschleunigen oder die eigenen Mitarbeiter qualifizierter auszubilden.

Remote Service & Augmented-Reality-Technologie

Remote Service Lösungen im Maschinenbau – Probleme aus der Ferne lösen!

Unternehmen aus dem Maschinenbau können durch eine effektive Integration von Remote-Service-Lösungen ihre Fahrt- und Unterbringungskosten reduzieren und somit einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil generieren.

Aber besonders Remote Service in Verbindung mit Augmented-Reality-Technologie, wie AR-Brillen, bietet Maschinenbetreibern und -herstellern viele Möglichkeiten, die nicht ungenutzt bleiben sollten. So erhalten Experten ohne Reisezeit sofortigen Zugriff und Mitarbeiter können sich aus der Ferne austauschen sowie per Live-Video-Stream gemeinsam und detailliert mit Technikern an einer Maschine arbeiten. Ferndiagnose und Remotezugriff werden dadurch so einfach und erschwinglich wie nie. 

Visuelle Wahrnehmung ist der Schlüssel zum Verständnis, zur Informationsübertragung und zum Gedächtnis / zur Erinnerung.

Cone of Experience: Menschen merken sich 10 % von dem was sie lesen, 50 % von dem was sie sehen und hören und 90 % von dem was sie selbst machen!

 

Somit nimmt der Mensch den Großteil der Informationen durch die Augen auf und AR-Geräte verbessern diesen Informationsstand. Wenn der Nutzer dabei handelt, werden die Informationen in Wissen und Erfahrung umgewandelt.


Edgar Dale (1900-1985)

Remote Service mit AR-Technologie: Kundenbindung auf neue Ebene heben

Beim Remote Access mit Augmented-Reality-Brillen (AR) lassen sich Video-Live-Streams mit handelsüblichen Smart Glasses übertragen. Maschinenbediener können remote ihre Ansicht Experten zeigen und gemeinsam an Problemen arbeiten sowie Wartungen oder andere Tätigkeiten durchführen, für die normalerweise ein Team von Experten notwendig wäre.

Das bringt Vorteile mit sich – der Fernzugriff wird produktiver, schneller und flexibler. Zunächst hat der Maschinenbediener bei der durchzuführenden Reparatur beide Hände frei, denn es werden dem Techniker zusätzliche Informationen, Arbeitsvorgänge oder ein Livestream in seine eigene Realität, durch die verwendete Datenbrille, projiziert.

Experten, die dem Live-Stream folgen, können ihn anleiten, sehen Bewegungen bzw. Aktionen und erhalten gleichzeitig alle durch die AR-Technologie angereicherten und notwendigen Informationen in Echtzeit. Aus herkömmlichem Remote-Support wird ein Live-Support in Realtime, mit zahlreichen neuen Möglichkeiten.

Remote-Live-Streams – Experten arbeiten gemeinsam an Maschinen

  • Echtzeitsupport:
    Bei der Verwendung von Remote-Service-Brillen für den Fernzugriff können Techniker und Experten ohne Verzögerung mit der Arbeit an Maschinen beginnen, sobald ein Einsatz nötig oder geplant ist. Es gibt keinen zeitlichen Versatz, keine unnötigen Produktionsausfälle und auch keinerlei Zeitverschwendung. In wenigen Minuten können mehrere Experten und Techniker gemeinsam in Echtzeit an einer Maschine arbeiten – von überall auf der Welt. Eine qualitativ hochwertige Fernwartung ist dadurch jederzeit möglich. Die Qualität der Übertragung passt sich selbstverständlich an die verfügbare Netzqualität an.
  • Gemeinsame Sicht gemeinsame Bearbeitung:
    Experten sehen durch die Brille alles, was der Techniker sieht. Darüber hinaus können Sie Anmerkungen grafisch kenntlich machen, zusätzliches Material (Beispielsweise Videos, Handbücher, etc.) einblenden und den Techniker detailliert durch die durchzuführende Tätigkeit führen. Das erhöht die Arbeitssicherheit und reduziert die möglichen Fehler, da die Experten während der Live-Übertragung alle Schritte genau überwachen können. Darüber hinaus lässt sich die Ansicht des Technikers in der Brille üblicherweise in maximaler Qualität (Ultra-HD) einfrieren. Mittels der Screenshots können Fehler dokumentiert und beispielsweise Produktweiterentwicklungen festgehalten werden.
  • Dokumente lassen sich gemeinsam nutzen, lesen und bearbeiten – zum Beispiel zur Dokumentation der durchgeführten Tätigkeit. Das Teilen des Bildschirms und der Ansicht der Brille mit mehreren Personen, Experten und Verantwortlichen im Unternehmen ermöglicht einen umfassenden Informationsaustausch und ein Abbild der realen Situation.
  • Ein mächtiges Werkzeug gegen Expertenmangel: 
    Remote-Lösungen mit AR-Brillen entlasten die oft knappe Ressource „Fachpersonal“ deutlich. Vielmehr werden diese Personen umfassend unterstützt, was wiederum die Effizienz enorm erhöht. Neben den ohnehin schon hohen Belastungen durch das Reisen kommen derzeit oft noch Reiseeinschränkungen, Lockdowns und unter Umständen sogar komplette Reiseverbote hinzu. Um die Geschäftskontinuität sicherzustellen, eignet sich die Remote-Service-Technologie ideal. Der Support mit unterschiedlichen Teammitgliedern wird planbar und reduziert Risiken von Produktionsausfällen nahezu vollständig.
  • Echtzeitübersetzung:
    Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Zusammenarbeit im Rahmen der Fernwartung von mehreren Technikern und Experten aus verschiedenen Ländern in unterschiedlichen Sprachen. Hier kann auf Software-Lösungen mit Echtzeit-Übersetzungen upgegradet werden, die eine bessere Zusammenarbeit ermöglichen, als sie bei Vor-Ort-Besuchen überhaupt möglich wäre.
  • Audio-Modus:
    Im Fall, dass keine Videoübertragung nötig oder möglich ist, bieten die Remote-Lösungen oftmals einen Audio-Modus an, damit die Kontinuität der Kommunikation gewährleistet ist.
  • Dokumentation bei Wartungsarbeiten, Schulungen, Fernwartung und Problembehebungen: 
    Durch die Live-Video-Streams ist es möglich, Fernzugriffe durch Aufzeichnungen zu dokumentieren. Diese können später für weitere Problemlösungen hilfreich sein. Videos und Anleitungen der Experten können jederzeit für wiederkehrende Aufgaben verwendet werden. Gleichzeitig bieten sich die Aufzeichnungen auch zu Schulungszwecken und zur nachträglichen Auswertung für die Optimierung von Einsätzen an. Die im Rahmen des Fernzugriffs durchgeführten Aufgaben sind archiviert und stets abrufbar. Wissen und wichtige Informationen bleiben dadurch erhalten.
  • Beschleunigung bei Ausbildung, Schulung und Einarbeitung: 
    Neben der maximal möglichen Effizienz und Entlastung aller Beteiligten bei der Wartung und Problembehebung können Remote-Service-Brillen durch die vielseitig einsetzbare Software und Hardware auch bei Ausbildung, Schulung und Einarbeitung ein wertvolles Mittel sein. Techniker und ganze Teams lassen sich an verschiedenen Standorten gleichzeitig besser und einfacher schulen, als es bisher möglich war. Auch im Rahmen von Weiterbildungen können Experten Schritt-für-Schritt-Anleitungen über die AR-Brillen effektiver durchgeben. Die Schulungsteilnehmer lernen nicht nur den Umgang mit der Remote-Service-Brille, sondern auch die vermittelten Inhalte besser.

Der Service beschleunigt sich, die Kundenzufriedenheit steigt

Remote-Service-Brillen und nutzerfreundliche Software sorgen für eine deutlich gesteigerte Kundenzufriedenheit. Niedrigere Kosten für Serviceeinsätze sowie eine beschleunigte, bessere Wartung und Problembehebung optimieren die Kundenbindungen. Schulungen und Einarbeitungen laufen schneller, günstiger und viel effektiver ab, die bestmögliche Dokumentation und Nachvollziehbarkeit von Einsätzen trägt zusätzlich zur Zufriedenheit bei. Remote-Service-Brillen verbessern den Service nicht nur, sie heben ihn auf eine neue Ebene.

Unternehmen sollten sich mit den innovativen Möglichkeiten von Remote-Service-Brillen auseinandersetzen. Es ist kein Risiko, Remote-Service-Brillen zu testen, sondern eher, es nicht zu tun! Denn immer mehr Kunden erwarten den Komfort durch den Einsatz von Remote-Service-Brillen.

Die Einsatzhürde für Remote-Service-Brillen ist durch die Cloud sehr niedrig

Der Einsatz von Remote-Service-Brillen ist weder teuer noch erfordert er eine umfassende Infrastruktur. Die meisten Anwendungen basieren auf Cloud-Lösungen und können einfach abonniert werden. Lösungen für Remote-Service-Brillen sind sehr dynamisch, flexibel und passen sich dem eigenen Anwendungsfall an.

Der ADAMOS STORE bietet Remote-Service-Brillen-Anwendungen, die durch die ADAMOS HUB Integration einfach mit Ticket-Systemen vernetzt werden können. Die Lösungen sind meist komplett geräteunabhängig und werden durch gängige Smart Glasses unterstützt. Verantwortliche sollten am besten noch heute Informationen einholen und erste Tests mit den Lösungen planen. Es gibt viel zu gewinnen.

Authentifizierung automatisch integriert

Der Zugriff auf die Live-Streams und Daten der Brillen im Rahmen des Fernzugriffs kann über zusätzliche Software und Hardware abgesichert werden. Die Authentifizierung auf den Zugriff erfolgt über Verschlüsselungstechnologien oder Zugriffsrechtemanagement wie Single-Sign-On (SSO) im ADAMOS HUB. Damit sind die Anmeldungen und Berechtigungen an der Brille über das Control Center im ADAMOS HUB geregelt.
 

STORE




Ähnliche Beiträge