Digitale Fabrik
Ein Meilenstein auf dem Weg zur Industrie 4.0

Mit der Virtualisierung der Produktion lassen sich Wirtschaftlichkeit und Planungsqualität verbessern, Prozesse standardisieren und die Kommunikation transparenter gestalten. Die Software-Werkzeuge, die zur Umsetzung einer digitalen Fabrik eingesetzt werden, gelten als zentrale Aspekte für Industrie 4.0.

ADAMOS bietet den Marktplatz für die Industrie, um die richtigen Softwarelösungen zu finden und unterstützt Sie so bei der Grundsteinlegung einer Smart Factory.

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Digitale Fabrik – was ist das?

Die digitale Fabrik ist das Fundament der Smart Factory und damit der Industrie 4.0. Innerhalb des Produktlebenszyklus setzt sie bereits in der Produktionsplanungsphase an, wenn die Haupt-Betriebskosten-Blöcke festgelegt werden. Ihre Aufgabe ist es, alle wesentlichen Fabrikprozesse und ‑ressourcen mit Bezug zum Produkt ganzheitlich zu planen, zu realisieren, zu steuern und laufend zu verbessern. Als wesentliches Ziel der digitalen Fabrik ist die Optimierung des Kundenauftragsprozesses (KAP) zu verstehen, indem Schnelligkeit, Effizienz, Flexibilität und Nachhaltigkeit gesteigert werden.

Die Grundlagen der digitalen Produktion sind in der VDI-Richtlinie 4499 Blatt 1:2008-02 definiert. Darin heißt es:
Die digitale Fabrik ist ein "Oberbegriff für ein umfassendes Netzwerk von digitalen Modellen und Methoden[,] unter anderem der Simulation und 3D-Visualisierung“.[1]

Sie fungiert also einerseits als Abbild der realen Fabrik, damit Maschinenbetreiber ihre Prozesse visualisieren und simulieren können, um die Abläufe im Endeffekt besser zu verstehen und zu automatisieren. Andererseits beschreibt sie alles, was für die virtuelle und reale Produktion notwendig ist: Mitarbeiter, Softwarewerkzeuge und Prozesse. Dabei gilt es auch, jedes einzelne Element miteinander zu vernetzen, von der Maschine, über das Werkstück, bis hin zu den Arbeitsschritten – das geht nur mit den entsprechenden Schnittstellen.

Vorteile der digitalen Fabrik

Intelligente Komponenten sind ein wichtiger Bestandteil einer Produktion, die sich autark organisieren und Aufgaben selbstständig ausführen kann. Um die autonome Fertigung – und damit die intelligente Fabrik – gezielt umsetzen zu können, muss zunächst die Basis geschaffen werden: die digitale Fabrik.

Mithilfe der Virtualisierung können Fehler und Korrekturschleifen bereits in der Fertigungsplanung reduziert werden. Zudem fließt erfahrungsbasiertes Expertenwissen direkt in die Abläufe der digitalen Fabrik ein – und wird so unabhängig von einzelnen Mitarbeitern.

Schneller zur digitalen Fabrik – mit ADAMOS

Eine der wichtigsten Voraussetzungen für die digitale Fabrik sind Standardschnittstellen. Denn nur durch sie ist es möglich, eine volle Datendurchgängigkeit mit einer schlanken Datenintegration zu erreichen – beispielsweise bei Maschinenstamm- und Maschinenzustandsdaten. Außerdem gewährleisten standardisierte Schnittstellen die gemeinsame Nutzung von virtuellen Modellen und den Austausch von Daten über Applikationsgrenzen hinweg. So wird das simultane Arbeiten unterschiedlicher Fachbereiche und damit die größtmögliche Parallelisierung Ihrer Prozesse erreicht.

Die Herausforderung im Zusammenhang mit der digitalen Fabrik liegt darin, diese Bereiche nahtlos aufeinander abzustimmen. Das bedeutet beispielsweise, geeignete Schnittstellen auszuwählen und zu konfigurieren, um unterschiedliche Assets in verschiedenen Lösungen miteinander zu verbinden. Zudem beeinflusst auch das Mittel der Datenintegration den Aufwand, um digitalisierte Lösungen zu erstellen oder zu erwerben und anschließend betreiben zu können.

Mit einem herstellerneutralen Ökosystem schafft ADAMOS die ideale Basis, um Maschinenbetreiber bei der einfachen und durchgängigen Datennutzung zu unterstützen. Der ADAMOS HUB ermöglicht unter anderem einen standardisierten Datenaustausch zwischen Maschinen, Anlagen und Apps verschiedener Anbieter.

ADAMOS STORE & ADAMOS HUB

Von Remote Services bis zu Machine-Learning-Lösungen – das Sortiment an digitalen Produkten im Maschinen- und Anlagenbau wächst, sowohl durch Angebote der Maschinenhersteller als auch durch Drittanbieter. ADAMOS STORE und ADAMOS HUB bieten eine Plattformlösung für genau solche cloudbasierten Produkte – stets mit Fokus auf den Maschinen- und Anlagenbau mit seinen Kunden.

Mit ADAMOS STORE als digitalem Marktplatz und ADAMOS HUB als Integrationsplattform wird den produzierenden Unternehmen ein einfacher Zugang zum industriellen Softwareangebot eröffnet. Dabei vereinfacht der ADAMOS STORE den Erwerb und der ADAMOS HUB die Nutzung von Apps.

ADAMOS STORE

Im ADAMOS STORE finden Kunden aus dem Maschinen- und Anlagenbau ganz einfach anwendungsspezifische Applikationen, die sie abonnieren, kaufen und testen können. 

Der ADAMOS STORE bietet sämtliche Prozesse zur Abbildung und Abrechnung zeitgemäßer Subscription-Modelle an. Außerdem wird der gesamte Order-to-Cash-Prozess über den ADAMOS STORE abgewickelt.

ADAMOS HUB

Als Integrationsplattform für die fertigende Industrie ist der ADAMOS HUB die Basis für den ADAMOS STORE. Darüber werden alle erworbenen Applikationen gesteuert, das Datenmanagement kontrolliert und den internen Teams die Apps zugeteilt. Das ist ein nahtloses Nutzungserlebnis.

ADAMOS schafft eine neutrale Schnittstelle zwischen den Maschinenbetreibern und Applikationsanbietern. Als integriertes Fundament ermöglicht der ADAMOS HUB die einfache Nutzung und zentrale Verwaltung der erworbenen Apps. Datensouveränität für die Beteiligten ist in diesem Kontext wichtig, um Eigentumsrechte und Wissen zu schützen – vor allem aber auch, um eine sichere Anwendung der Applikationen zu garantieren. So haben Maschinenbetreiber jederzeit die Möglichkeit, ihre Daten und Informationen zentral und autonom zu verwalten. Auf den Punkt gebracht: Allein er entscheidet, wann welche Daten für spezifische Applikationen freigegeben werden.

In myApps steuern Maschinenbetreiber alle gekauften und abonnierten Applikationen. Die verwendeten Daten werden hingegen im Datenmanagement des Control Centers verwaltet und kontrolliert.

Vorteile

Risikofrei testen

Demos und Free Trials bieten die Möglichkeit, Apps ohne viel Aufwand in der Produktion zu testen.

Alles auf einen Blick

Schneller und einfacher Zugang zum Digitalisierungsangebot des Maschinen- und Anlagenbaus und der Industrie.

24/7

Digitale Lösungen und Apps zu jeder Zeit und an einem Ort.

Pay-per-Use & mehr

Flexible Preismodelle, die das Nutzungsverhalten widerspiegeln für maximale Preistransparenz, Planungssicherheit und Kostenkontrolle.

Single-Sign-On

Alle abonnierten und gekauften Apps werden in einer einzigen Oberfläche (myApps) gestartet.

Optimierte Wertschöpfung

Durch standardisierten Datenaustausch zwischen Apps und Maschinen.

Alles unter Kontrolle

Allein der Maschinenbetreiber entscheidet, welche Apps und welche Nutzer auf unterschiedliche Daten zugreifen dürfen.

Zentrale Verwaltung

Apps, Nutzer, Firmen-informationen – alles wird einheitlich von an einer Stelle aus verwaltet (Control Center).

[1] VDI: Digitale Fabrik Grundlagen VDI-Richtlinie 4499, Blatt 1, VDI-RICHTLINIEN Februar 2008, S. 3.